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Institut für Systemische Beratung und Bildung (INSYS)

Albertstraße 11
93047 Regensburg

Telefon: 0941 / 70 56-270
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Aktuelle Termine

9-tägige Fortbildung Systemische Beratung

Die nächste Fortbildung beginnt am 04.05.2018 im Haus Werdenfels bei Regensburg. 
Details zu Modul 1


Ausbildung zum Systemischen Berater / Systemischen Coach

Die nächste Ausbildung beginnt am 08.03.2018 im Haus Werdenfels bei Regensburg.
Details zu Modul 2

Seminar "Selbstfürsorge in der professionellen Rolle"
für INSYS-Absolventen (21.-23.06.18)
Infos bitte per Mail anfordern


Ausbildung zum Systemischen Therapeuten

Veranstaltungsort: Nittendorf bei Regensburg.
Details zu Modul 3


Vorbereitungslehrgang "Gesetzliche Heilerlaubnis für Psychotherapie (HPG)"

Aktuelle Termine für Einzel- und Kleingruppenlehrgänge auf Anfrage.
Details zu HPG - Psychotherapie

Die Interventionsfrage:
Beratung systemisch gesehen

Systemische Beratung geht grundsätzlich davon aus, dass Klienten bzw. Kunden der Beratungsdienstleistung Systeme darstellen: Diese weisen eine Eigenlogik auf, sie sind selbstorganisiert.

Unter Selbstorganisation ist zu verstehen, dass Systeme sich aus sich selbst heraus speisen, dass sie aus ihren Strukturen und Prozessen heraus agieren, dass sie permanent auch darauf angewiesen sind, auf diese, ihre eigenen Strukturen und Prozesse anzuschließen.

Dies bedeutet letztlich, dass Reize von Außen (Interventionen) immer gemäß den eigenen, inneren systemischen Strukturen und Prozessen verarbeitet werden: Eine direkte Einflussnahme von Außen ist somit nicht möglich.

Was bedeutet dies für die Systemische Beratung? Wie kann ein professioneller Systemiker dennoch agieren, um wirksam zu werden, um Hilfestellung zu leisten? Wie kann und sollte man beraten, wenn man davon ausgeht, dass Klienten selbstorganisierte Systeme sind, die subjektive Wirklichkeitskonstruktionen haben und sich intern selbst steuern, also von außen gar nicht steuern lassen?

Auf diese Fragen werden in den INSYS-Seminaren (INSYS-Ausbildungswege) Antworten gefunden. Es geht darum, die professionelle und systemische Grundhaltung eines Prozessberaters zu erlernen, sowohl auf methodischer Grundlage („tools“ bzw. „Handwerkszeug“), als auch auf fundierter wissenschaftlicher Grundlage (systemisch-konstruktivistische Grundhaltung).

Dabei legen wir Wert auf eine Art der Vermittlung, welche fundiertes systemtheoretisches Wissen einfach macht und den unmittelbaren Praxisbezug herstellt. Dies gelingt durch erfahrene Referenten, welche komplexe Zusammenhänge „auf den Punkt bringen“, dies geschieht über Live-Demonstrationen von Beratungsprozessen, dies geschieht über praktisches Tun in der Seminarsituation (Erfahrungslernen der Teilnehmenden) auf der Grundlage einer wertschätzenden Feedbackkultur.

Ein paar systemische Gedanken zum Beratungsverständnis

Welches Beratungsverständnis liegt dem Systemansatz zugrunde? Wie lässt sich die Frage nach der Interventionsmöglichkeit eines Systemischen Beraters beantworten?

Die Antwort besteht in einer Paradoxie: Der Systemiker beeinflusst, indem er sein Nicht-Beeinflussen-Können akzeptiert und dies praktisch für den Beratungsprozess nutzt. Er ist Profi darin, ein Beratungssetting zu schaffen, welches die Chancen erhöht, dass sich das Klientensystem für sich passende Anregungen holen kann. Insofern ist der Systemische Berater jemand, der Kontexte für Veränderung und Förderung schafft (Kontextsteuerung).

Der Systemische Berater weiß, dass er die Wirklichkeitskonstruktionen des Klienten nicht „verstehen“ kann, weil er in sein Gegenüber nicht „hineinschlüpfen“ kann. Jedoch ist es möglich, über Kommunikation bestimmte Wirklichkeitskonstruktionen zu hinterfragen und zu erweitern, was den Klienten weiter bringt (Konstruktrelativierung). Der Systemische Berater akzeptiert sein Eingebundensein in die Kommunikation mit seinen Klienten und weiß, dass er nicht nur agiert, sondern auch auf die Klienten reagiert, dass er also Teil des Tanzes ist, den er mit seinen Klienten tanzt.

Insofern ist seine Prozess- und Reflexionskompetenz sehr wichtig. Sie erlaubt es dem Systemischen Berater, sich selbst und das gesamte Beratungssystem zu reflektieren und Prozesse, die während der Beratung in der gemeinsamen Kommunikation entstehen, reflexiv wiederum für den Beratungsprozess zu nutzen. Dies entspricht den beraterischen Leitlinien des systemischen Denkens und der Prozessorientierung.

Folgende Abbildung beschreibt Systemische Beratungskompetenz als Fremdorganisationskompetenz. Der Begriff der Fremd-organisation meint spiegelbildlich zum Begriff der Selbst-organisation von Systemen die Interventionsmöglichkeit des Beratenden. Mit Fremdorganisationskompetenz ist die Fähigkeit des Beraters umschrieben, auf Prozesse der Selbstorganisation innerhalb des Klientensystems kontextuell so einzuwirken, dass deren selbstorganisiertes Lernen angeregt wird.

Systemische Beratungskompetenz als Fremdorganisationskompetenz
Systemische Beratungskompetenz als Fremdorganisationskompetenz

Indem sich der Systemische Berater am Nichtwissen, Nichtverstehen, Vertrauen und am eigenen Eingebundensein in die Beratungssituation orientiert sowie immer wieder Konstrukte relativiert, den Kontext steuert, sich am Prozess orientiert und systemisches Denken praktiziert, macht er die Selbstorganisationskräfte des Klientensystems für seine Beeinflussung nutzbar. Dies wird in den INSYS-Seminaren sehr klar, anschaulich und leicht nachvollziehbar deutlich.

Der Systemische Berater bzw. die Systemische Beraterin kämpft nicht gegen die Autonomie und Selbstorganisation des Klientensystems. Im Gegenteil: Man versucht immer wieder, sich an der Selbstorganisation des Klienten zu orientieren und an ihr anzuknüpfen. Dieses professionelle Handeln des Systemischen Beraters orientiert sich dabei am Prinzip „angemessen ungewöhnlich“: Die Interventionen sollten angemessen genug sein, um in die Selbstorganisation des Klientensystem aufgenommen zu werden, sie sollten jedoch auch ungewöhnlich für das Klientensystem sein, um damit eine Verstörung, eine produktive Verwirrung zu erzeugen, so dass die Wirklichkeitskonstruktionen und Handlungsoptionen des Klienten erweitert werden können.

Im Rahmen der Ausbildung Systemische Beratung bzw. der Ausbildung Systemische Therapie bei INSYS erlernen Sie das entsprechende Interventionsrepertoir. Dies ermöglicht es Ihnen, „angemessen ungewöhnlich“ zu intervenieren und ein erfolgreicher Systemischer Berater zu werden.